Dermatologie
Schwitzen / Hyperhidrose
Übermäßiges Schwitzen wirksam deutlich reduzieren, mit Botulinum oder Saugkürettage
Was ist Hyperhidrose? Primäres & sekundäres Schwitzen erkennen
Hyperhidrose ist die medizinische Bezeichnung für übermäßiges Schwitzen, das deutlich über das für die Temperaturregulation nötige Maß hinausgeht. Besonders häufig sind die Achseln, die Hände und die Füße betroffen. Für viele Betroffene ist übermäßiges Schwitzen ein belastendes Tabuthema. Im Hautzentrum am Forsterpark in Augsburg stehen wirksame Behandlungen zur Verfügung, wenn Deos und äußerliche Mittel nicht mehr ausreichen.
Man unterscheidet die primäre Hyperhidrose, die ohne erkennbare Grunderkrankung auftritt und meist Achseln, Hände, Füße oder Stirn betrifft, von der sekundären Form, die Folge einer anderen Erkrankung oder von Medikamenten sein kann. Deshalb steht am Anfang eine ärztliche Einordnung. Für viele Betroffene ist das ständige Schwitzen mehr als ein körperliches Problem: Es belastet im Beruf, im Sport und in sozialen Situationen und schränkt die Lebensqualität spürbar ein.
Behandlungsmethoden – Botulinumtoxin & Saugkürettage im Vergleich
Deos und aluminiumhaltige Rezepturen helfen bei ausgeprägtem Schwitzen oft nicht ausreichend und reizen zudem häufig die Haut. Eine sehr gute Alternative ist die Behandlung der Achseln mit Botulinumtoxin: Die Schweißdrüsen werden mit gezielten Injektionen ruhiggestellt, sodass die Schweißproduktion stark zurückgeht. Für eine dauerhafte Lösung steht die Saugkürettage zur Verfügung, ein operatives Verfahren im Achselbereich, bei dem nach Markierung des betroffenen Areals die Schweißdrüsen mit Spezialinstrumenten abgesaugt werden, und zwar in gewebeschonender örtlicher Betäubung und ohne Vollnarkose.
Die Botulinum-Behandlung der Achseln ist gut untersucht und für diese Anwendung zugelassen; mit vielen kleinen Injektionen werden die Schweißdrüsen ruhiggestellt, und der Effekt hält mehrere Monate an. Reicht das nicht aus oder ist eine dauerhafte Lösung gewünscht, entfernt die Saugkürettage die Schweißdrüsen im Achselbereich mechanisch, sodass das Schwitzen langfristig zurückgeht.
Für die typischen Problemzonen an den Achseln, Händen und Füßen stehen mehrere Verfahren zur Verfügung. Ergänzend können spezielle Antitranspirantien und die Leitungswasser-Iontophorese sinnvoll sein. Welches Verfahren am besten passt, richtet sich nach betroffener Region, Ausprägung und Ihren Wünschen und wird individuell abgestimmt.
Für wen eignet sich die Behandlung? Diagnose & Ursachenklärung
Geeignet ist die Behandlung für Menschen, die unter starkem, belastendem Schwitzen leiden, das den Alltag und das Wohlbefinden beeinträchtigt und auf herkömmliche Mittel nicht ausreichend anspricht. Die Botulinum-Behandlung eignet sich besonders für die Achseln. Welches Verfahren im Einzelfall sinnvoll ist, wird nach ärztlicher Untersuchung und Beratung entschieden.
Übermäßiges Schwitzen ist keine Frage mangelnder Hygiene, sondern ein medizinisches Problem, das die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann, im Beruf ebenso wie im Privatleben. Viele Betroffene haben über Jahre erfolglos Deos und Hausmittel ausprobiert, bevor sie eine wirksame Behandlung finden. Genau deshalb steht am Anfang die ärztliche Einordnung, ob ein primäres, also anlagebedingtes, oder ein sekundäres Schwitzen vorliegt, bevor das passende Verfahren gewählt wird.
Ablauf, Wirkdauer & Ergebnisse der Schwitzen-Therapie
Die Behandlung mit Botulinumtoxin erfolgt ambulant: Nach dem Markieren des Areals werden mit sehr feinen Nadeln zahlreiche kleine Injektionen gesetzt, der Termin dauert nur kurz. Die Saugkürettage ist ein etwas längerer, aber ebenfalls schonender Eingriff in örtlicher Betäubung. Beide Verfahren erlauben es Ihnen in der Regel, zeitnah in den Alltag zurückzukehren.
Nach einer einzigen Botulinum-Behandlung lässt sich das Schwitzen meist deutlich reduzieren, und zwar für mehrere Monate; danach kann die Behandlung wiederholt werden. Die Saugkürettage zielt auf eine langfristige, dauerhafte Reduktion des Schwitzens, da die Schweißdrüsen im behandelten Bereich entfernt werden.
Risiken, Nachsorge & Kostenübernahme
Die Botulinum-Behandlung ist gut verträglich; an den Einstichstellen können vorübergehend leichte Reizungen oder kleine Blutergüsse auftreten. Bei der Saugkürettage sind, wie bei jedem kleinen Eingriff, vorübergehende Schwellungen oder Blutergüsse möglich. Über die individuellen Risiken des jeweiligen Verfahrens klären wir Sie vor der Behandlung auf.
Nach der Botulinum-Behandlung ist in der Regel keine besondere Nachsorge nötig; nach einer Saugkürettage sollte der Achselbereich für einige Zeit geschont werden, wozu Sie entsprechende Empfehlungen erhalten. Ob und in welchem Umfang die Kosten übernommen werden, hängt vom Verfahren und der Indikation ab und wird vorab mit Ihnen geklärt.
Welches Verfahren die größte und dauerhafteste Entlastung bringt, hängt von der betroffenen Region und der Ausprägung ab. In einem persönlichen Gespräch in Augsburg finden wir gemeinsam die passende Lösung für Sie.
FAQ - Schwitzen / Hyperhidrose
Welche Behandlungen gibt es bei starkem Schwitzen?
Je nach Befund die Behandlung mit Botulinumtoxin, die Saugkürettage im Achselbereich sowie spezielle Antitranspirantien und die Leitungswasser-Iontophorese.
Wie wirkt Botulinumtoxin beim Schwitzen?
Es blockiert vorübergehend die Nervensignale an die Schweißdrüsen, sodass die Schweißproduktion deutlich zurückgeht. Die Wirkung ist zeitlich begrenzt und die Behandlung kann wiederholt werden.
Gibt es eine dauerhafte Lösung gegen Schwitzen?
Ja, die Saugkürettage zielt auf eine dauerhafte Reduktion, da die Schweißdrüsen im Achselbereich entfernt werden.
Wie wird zunächst vorgegangen?
Am Anfang klären wir, ob ein anlagebedingtes oder ein durch eine andere Erkrankung ausgelöstes Schwitzen vorliegt, denn davon hängt die Behandlung ab.
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